Retro – alles andere als angestaubt…

Retro – alles andere als angestaubt…

Es ist nicht immer einfach den persönlichen Lieblingslook im True Vintage Bereich zu finden. Es müssen viele Dinge zusammentreffen….das Kleidungsstück muss gefallen, es sollte in einem tragbaren Zustand sein und auch – bitte schön – ohne den „Oma-Geruch“ und dann last, but not least, muss es ja auch noch passen.

True Vintage Stücke sind eben Einzelstücke und wenn man keine Coco Chanel oder kein Christian Dior ist, so fällt das umarbeiten nicht so leicht. Aber Gott sein Dank ist das ja kein Grund, um auf die Mode im Stil der 40er und 50er Jahre zu verzichten, wenn man Lust auf neue Garderobe hat, aber eben kein Vintage-Teil verfügbar ist.

Dann feiern wir (in) Retro-Mode!

Wunderbares, maritim inspiriertes Kleid von Dolly & Dotty. Als Ergänzung dazu schöne True Vintage Handtaschen….

Was ist denn das überhaupt und warum boomt diese Mode bei uns Frauen so sehr?

Nun, als Retro-Mode bezeichnet man die Art von Kleidung, die die Schnitte und Stile der vergangenen Jahrzehnte (insbesondere der 50er Jahre) aufgreift. Gleichzeitig schafft sie aber den Sprung in unsere heutige Zeit. Letzteres vor allen Dingen durch zeitgemäße und somit pflegeleichte Stoffqualitäten. Wer von uns möchte schon gerne auf einen Stretchanteil verzichten, der den Winter- und Urlaubsspeck verzeiht und somit auch unser persönliches Wohlfühlgefühl auch mit ein paar mehr Kilos aufrecht hält. Überhaupt….mehr Figur und Rundungen sind bei der Mode der 50er Jahre weder ein Problem, noch ein Hinderniss. Diese Mode passt sich der weiblichen Figur optimal an. Wer sieht schon aus wie Kate Moss? Allenfalls Kate Moss selbst. Wer will schon ewig nur am Salatblatt kauen, nur damit man in irgendeine Mode-Vorstellung eines Designers passt. Nein, Retro-Mode ist das klare Bekenntnis zur weiblichen Figur, die nun mal in der Regel eher geschwungen ist. Mehr noch – sie setzt die Rundungen derart optimal in Szene, dass viele Frauen ihrem eigenen Spiegelbild nicht trauen.

Es passiert sehr oft, wenn Damen zum ersten Mal in ein Retro-Kleid schlüpfen, dass hier der Beginn einer neuen Leidenschaft gelegt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Hang eher zum Pencil-Schnitt oder zum weit schwingenden Petticoatstil geht.

Tolles, sehr variables und wunderbar bequemes Kleid von Venus Van Chic- mal mit Fake-Fur Pelz und einmal „pur“. Ein Kleid und viele Tragemöglichkeiten….hier mit zwei besonders schönen True Vintage Taschen.

Hinzu kommt, dass die Kleidungsstücke sehr oft direkt ein „leichtes Gefühl“ verleihen. Es werden viele Blumenstoffe oder eben farbenfrohe, bunte Muster verarbeitet. Mir z.B. gefällt gerade das sehr gut, denn ich finde, die Welt kann ruhig ein bisschen mehr Farbe vertragen. Der Einheitslook in beige, schwarz, braun, grau ist zwar unauffällig und oftmals auch sehr edel und elegant – aber Farbe macht fröhlich und zeigt der Welt sofort, dass „man da ist“.

YEAH….ein Träumchen in rosa mit flottem Druck und den passenden (frechen) Accessoires. Die linke Korbtasche ist True Vintage und das rechte Taschenmodell eine Retro-Version.

Retro-Mode, z.B. von Collectif oder Dolly & Dotty, steht fast jeder Frau und bietet in vielen Mustern und Größen eine breite Auswahl. Gerade bei den Größen findet sich eine super Auswahl von xxs bis 5XL ist alles dabei. Eigentlich müsste das selbstverständlich sein, weil eben unsere Figuren unterschiedlich sind – ist es aber leider nicht.

Meine Vorliebe gilt Kleidern :-). Es ist so schön praktisch, denn bei einem Kleid muss ich mir keine Gedanken mehr dazu machen, was ich denn oben herum anziehe. Kleid überziehen – zack – fertig. Fast fertig, denn ein bisschen Zeit investiert man ja auch noch in die Auswahl der passenden Accessoires. Hier greife ich mit Vorliebe zu True Vintage. Aber auch in diesem Bereich gibt es Retroauswahl – zumeist mit „obstigen“ Ergänzungen, z.b. Taschen in Melone- oder Erdbeerform. Auch hier gilt: erlaubt ist, was einem selbst gefällt und alles, was mit dem nötigen Selbstverständnis getragen wird, kommt auch bei anderen gut an.

Martina und ich haben die Ostertage und das schöne Wetter genutzt, um Euch mit ein paar Bildern zu verdeutlichen, wieso wir Retro-Mode und das hiermit verbundene Kleidungsgefühl so sehr lieben. Lasst Euch inspirieren. Alle gezeigten Modelle erhaltet Ihr bei Vintage-View und die passenden Accessoires bei Mysecondlove. Wir sind immer auf der Suche nach schönen Stücken für Euch.

Unser beider Sommer-Liebling von Collectif – mehr Urlaubsfeeling geht nicht. Die wunderbare Retro-Clutch ist eine tolle farblich passende Ergänzung.
Urlaubsfeeling pur….

Aber unsere Liebe zu Retro und Vintage geht noch weiter, denn wir möchten Euch demnächst in unserem eigenen kleinen Modesalon verzaubern und mit Euch gemeinsam die zu Euch passenden Teile aussuchen. Wir möchten Euch nicht verkleiden, sondern das was Euch ausmacht unterstreichen…..das schafft man am besten in einer persönlichen Umgebung und mit einem offenen Wort. Seid gespannt und bis dahin, schaut einfach online oder vor Ort bei Vintage-View und Mysecondlove rein….

https://www.vintage-view.de/

https://www.facebook.com/BadBunnysVintageView/


So, Ihr Lieben, wir stürzen uns jetzt wieder in die Vorbereitungen für unseren kleinen Modesalon, den Ihr ab August auf der Frankfurter Str. in Hennef besuchen könnt….habt einen guten Start in den Wonnemonat Mai und wir freuen uns auf alles was kommt.

Liebe Grüße

Gesa

https://www.facebook.com/gesa.wesemeyer

https://www.facebook.com/Mysecondlove-419434468828041/?modal=admin_todo_tour

Einmal in die Ferne schweifen…

Einmal in die Ferne schweifen…

Normalerweise kaufe und shoppe ich ja sehr gerne lokal. Die hiesigen Einzelhändler und auch die Vintage-Märkte bieten eine große Auswahl und wenn einem das Glück hold ist, so findet man auch schöne Dinge zu vernünftigen Preisen.

Aber manchmal ist es eben doch auch spannend in die Ferne zu schweifen und in der großen, weiten und vor allen Dingen bunten Welt die Schätze zu entdecken. So geschehen, als ich kürzlich in Cannes Station machen durfte….in der Rue Helene Vagliano in Cannes findet man ein wunderschönes kleines Geschäft: „L’Antiquaire et la Mode“. Alleine der Name ist bereits Musik und wenn man dann dort eintritt findet man unglaubliche Schätze….

L’Antiquiare et la Mode in der Rue Helene Vagliano

Natürlich habe ich zunächt gezögert, denn das Schaufenster zeigt vor allen Dingen die Vintage Auswahl, die eher für den größeren Geldbeutel geeignet ist. Die bekannten französischen Häuser, wie Chanel, YSL und natürlich auch Dior lassen erahnen, dass man hier nicht unbedingt mit Flohmarktpreisen rechnen darf. Aber – wie so oft…wer nicht wagt, der nicht gewinnt und da es schon von außen wahrnehmbar so schön glitzerte bin ich eingetreten…

Tolle, sehr gut erhaltene Stücke – liebevoll dekoriert…achtet auf die grüne Tasche 🙂

Was folgte waren viele Ahhhs und Ohhs und die Gewissheit, dass alleine hier zu schauen und die schönen Dinge zu betrachten ein Glücksgefühl verursacht. Man findet Schätze aus allen Dekaden und alles ist liebevoll dekoriert. Es macht einfach Spaß hier zu schauen. Bei einigen Exemplaren ist einem bewusst, dass man hier Unikate zu sehen bekommt und die Preise sind dann auch leider entsprechend.

Die Taschen sind ein echtes Highlight – hier drei besonders schöne Exemplare

Aber und das ist die Überraschung…auch für den kleineren Geldbeutel findet sich etwas. Es gibt wunderschöne Taschen aus den 30-er bis 60-er Jahren. Erwähnenswert ist in jedem Falle, dass alle Sachen in einem sehr, sehr guten Zustand sind. Und vielleicht fragt Ihr Euch, warum denn die nachfolgende grüne Tasche nicht nur oben auf der Bildauswahl im Geschäft zu finden ist, sondern auch in der nachfolgenden Collage etwas mehr Beachtung erfährt :-). Nun, sie durfte von Frankreich nach Deutschland ausreisen. Es ist eine Abendtasche aus den 60-er Jahren in einem tollen Zustand und sowohl innen- als auch außen sehenswert. Mit einer schlichten Perlenkette als Begleitung zu einem schwarzen Kleid kann man hier nichts falsch machen. Ich freue mich schon darauf sie auszuführen.

Nun, Ihr Lieben, das war mein erster Vintage-Tipp für die Cote D’Azur. Seid gespannt, wie es weitergeht. Im nächsten Blogbeitrag möchte ich Euch dieses schöne Fleckchen Erde noch etwas näher bringen und wir machen dann einen Abstecher nach Nizza – natürlich verbunden mit einem Besuch eines ebenso schönen Vintage-Geschäftes….

Ich wünsche Euch noch einen entspannten Sonntag und wenn Ihr mögt, dann schaut doch mal auf der Facebook Seite „L’Antiquaire et la Mode“ vorbei.

Eure Gesa Wesemeyer

https://www.facebook.com/antiquaireetlamode/

https://www.facebook.com/gesa.wesemeyer

https://www.facebook.com/events/273148390045772/

P.S. Martina und ich freuen uns, wenn Ihr am 30.03.2019 zu unserem Frühlingsevent „Springtime“ nach Uckerath kommt und wir hoffen, Ihr habt Euch auch schon den 14.04.2019 im Kalender dick angestrichen. Dann trefft Ihr uns Burscheid auf dem 50er Jahre Flohmarkt.

Zu Besuch bei „Mein Wunderbarer Hutsalon“

Zu Besuch bei „Mein Wunderbarer Hutsalon“

Heute steht ein Besuch bei der lieben Ricarda Engelsberger in Wuppertal an. Wir besuchen ihr Atelier „Mein Wunderbarer Hutsalon“…

Zu Besuch bei Ricarda Engelsberger, Modistin by Mein Wunderbarer Hutsalon in Wuppertal

Viele von Euch kennen Ricarda bzw. ihre schönen Hutmodelle sicherlich von unseren Modeevents, denn ihre Kreationen aus dem Hutsalon bilden eine wunderbare Ergänzung zu den Modellen auf dem Laufsteg. Aber auch bei unserem Pop-up-Store war Ricarda zu Gast.

Wir wollen einen kleinen Blick in ihr Atelier werfen, denn es ist spannend zu schauen, wie diese Hutmodelle entstehen.

…Hereinspaziert in das Atelier von Ricarda Engelsberger

Das Atelier ist hell und freundlich. Man fühlt sich direkt wohl und gleichzeitig spürt man die Kreativität.

Obwohl Ricarda sehr viel auf Bestellung und somit auf spezielle Kundenwünsche arbeitet, finden sich auch einige fertige Modelle, damit die Kunden ohne feste Vorstellungen ebenfalls eine kleine Orientierung haben. Dem Kundenwunsch selbst sind keine Grenzen gesetzt…vom leichten Sommerhut, über den Halfhat bis zur eleganten, bestickten Cloche fertigt Ricarda Engelsberger alles. Man wundert sich zunächst, wie wenig Material und Werkzeug es braucht, um am Ende des Herstellungsprozesses einen schicken kleinen Hut in den Händen zu halten. Es ist eben echtes Handwerk.

Ricarda Engelsberger arbeitet – mit einer kurzen Unterbrechung – seit 30 Jahren als Modistin. Schon als Kind, so erzählt sie, hat sie Mützen gehäkelt und diese leidenschaftlich gerne getragen. Die Begeisterung für Kopfbedeckungen wuchs mit den Jahren und wurde irgendwann durch den Besitz einer kleinen, reparaturbedürftigen Pillbox noch stärker geweckt. Diese Pillbox brachte sie in den Wuppertaler Hutsalon Klöckner zur Reparatur. Später, nachdem Ricarda zunächst eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hatte, zog es sie in den Hutsalon Klöckner wieder magisch zurück und sie absolvierte dort dann auch ihre Ausbildung zur Modistin. Auch wenn ihre heimliche Liebe den vintage-inspirierten Modellen gilt, so findet man natürlich bei ihr auch moderne Hutmodelle und sehr schicke Boyfriendkappen. Dem Stoffwunsch sind nahezu keine Grenzen gesetzt und so kann sich Frau (oder natürlich auch Mann) eine sehr individuelle, wenn nicht sogar einzigartige Kopfbedeckung fertigen lassen.

Hier finden Mann und Frau die passende Hutbedeckung…ganz modern oder auch vintage-inspiriert

Es ist schön Ricarda bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen, denn sie fertigt ihre Hüte mit einer ausgesprochenen Ruhe und jeder Handgriff zeugt von einer langen Erfahrung. Dabei spürt man, dass sie viel Einfühlungsvermögen für ihre Kunden aber auch die zu verarbeitenden Stoffe mitbringt. Letzteres ist enorm wichtig, denn die Modelle entfalten durch die Wahl des Stoffes natürlich ihren ganz eigenen Charakter. Die Wirkung kann sehr unterschiedlich sein…dies hat Richarda immer im Blick.

Ricarda Engelsberger liebt und beherrscht ihr Handwerk…

Obwohl Ricarda auch spannende Erfahrungen am Theater oder auch in Bayreuth sammeln durfte, so zieht es sie doch immer wieder zu ihren Wurzeln und somit zu dem eigentlichen Sinn ihres Handwerks zurück. Sie möchte ihre Kundinnen und Kunden gerne „kleiden“ und nicht kostümieren. Das merkt man ihren Modellen an – sie passen in das Bild des Trägers und verschmelzen zu einer Einheit. Man hat nie das Gefühl, dass ein Kopf nur herhalten muss, um einen schönen Hut zu präsentieren.

Aber es gibt auch die sehr besonderen Hüte…zwar kleiden diese auch und sind keine Kostüme…aber sie sind eben aus anderen Gründen besonders. Ein ganz tolles Stück ist diese Cloche, die über und über mit Bändern, Posamenten und Perlen besetzt ist. Ein Traumstück, in dem ganz viele Stunden Arbeit stecken.

WOW…eine wunderschöne Cloche…Modisten Handwerk in höchster Vollendung

Ricarda Engelsberger fertigt aber nicht nur, sondern gibt ihr über viele Jahre erlangtes Wissen auch weiter. In 2-tägigenWorkshops, die am Wochenende mit kleiner Teilnehmerzahl stattfinden, können sich Interessierte selbst dem Handwerk zuwenden und mit der tatkräftigen Unterstützung von Ricarda ihren eigenen Hut herstellen. Dabei ist die Themenvielfalt der Workshops so spannend wie das Modistenhandwerk selbst.

Ein Blick in die Werkstatt

So, ich hoffe, ich konnte Euch durch meinen Besuch bei Ricarda Engelsberger einen kleinen Einblick in das spannende Handwerk einer Modistin geben. Wenn Ihr einmal die Gelegenheit habt, dann nutzt diese und besucht die liebe Ricarda in ihrem Atelier in Wuppertal. Ein handgefertigter Hut von ihr ist etwas Besonderes und eine tolle Ergänzung zu Eurer Vintage- oder Retro-Kleidung.

Bis bald.

Eure Gesa Wesemeyer

https://www.facebook.com/gesa.wesemeyer

https://www.facebook.com/meinwunderbarerhutsalon/